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Volksstimme, Samstag, 3. September 2005-Elbe-Saale Rundblick

 

 

Aus der Calbenser Geschichte

 

 

Calbe wurde laut einer Urkunde des Kaisers Otto I. vom 13. September 936 unter dem Namen Calvo erstmals erwähnt.

Mit Sicherheit aber gehen die Geschichtsforscher heute davon aus, dass Calbe älter ist als die urkundliche Erwähnung 936,

da der erste Kirchenbau der St.-Stephani-Kirche vom Bischof Hildegrim von Chalons in Auftrag gegeben wurde.

Und Hildegrim starb bereits 827. Folglich muss es eine Ansiedlung schon zu Beginn des 9. Jahrhunderts gegeben haben.

Aufgrund seiner guten Lage im Zentrum Deutschlands bekam Calbe 1160 das Marktrecht verliehen. Von 968 bis 1680

gehörte Calbe zum Erzbistum Magdeburg. Die Rechtsprechung des Calbenser Schöffengerichts im 14.Jahrhundert ist

im so genannten Wetebuch von Calbe auch heute noch greifbar. In Calbe übergab Martin Luther 1517 dem Erzbischof von

Magdeburg einen Brief und seine 95 Thesen. Zwischen 1580 und 1630 war Calbe einMittelpunkt der Hexenverbrennung,

aus dieser Zeit stammt der Hexenturm nahe dem Marktplatz. Er wurde später als Gefängnis und heutzutage als Stadtarchiv genutzt.

 

                                   Bürgermeister Hans-Peter Zunder

 

Calbe ist allemal eine Reise wert


Textfeld: Die Rolandstadt Calbe kann auf eine über tausendjährige Geschichte zurückblicken. Doch wie Bürgermeister Hans-Peter Zunder glaubhaft versichert hat die Stadt bis heute nichts an Liebreiz verloren, im Gegenteil,…..häufiger als mancher glauben mag, wird Informationsmaterial abgefordert“. Anders die Volksstimme, sie schaute selbst vorbei.  Die Rolandstadt Calbe kann auf eine über tausendjährige Geschichte

  zurückblicken. Doch wie Bürgermeister Hans-Peter Zunder glaubhaft

  versichert, hat die Stadt bis heute nichts an Liebreiz verloren, im

  Gegenteil,  …..häufiger als mancher glauben mag, wird Informations-

  material abgefordert“. Anders die Volksstimme, sie schaute selbst vorbei.

 

  Von Karl-Heinz Klappoth

  Calbe. Wie Bürgermeister Hans-Peter Zunder seit nunmehr fünf

  Jahren felsenfest versichert, gibt es viele Gründe, nach Calbe zu

  kommen. Und der erste Mann der Stadt hält sich nicht lange mit der

  Vorrede auf. „Sei es nun unsere historische Innenstadt mit dem neu

  gestalteten Marktplatz oder die Heimatstube, die Sportanlagen, die

  Wanderwege der Grünen Lunge, entlang der Saale – unsere Stadt ist

  allemal einen Zwischenstopp wert“. Ein Anziehungspunkt, so erfährt

  man weiter, ist auch der Wartenberg mit seinem Tierpark und dem

  Bismarckturm. Einen Spaziergang an dem Ufer der Saale vom Markt-

  platz ausgehend über den Direktweg entlang der ehemaligen Papier-

fabrik, den Sandgarten zum Heger sind die nächsten „Reizpunkte“, die Zunder aufzählt.

„Aber auch ein Abstecher zur Gierfähre, von denen es nur noch sehr wenige in Deutschland gibt, sollte eingeplant werden.“

Der Bürgermeister lobt aber auch die rein weltlichen Dinge. „Sollte jemand Lust auf einen Einkaufsbummel verspüren, so

laden attraktive kleine Geschäfte in die Innenstadt ein.“ Hans-Peter Zunder wird während der Stippvisite nicht müde, die

Vorteile der Stadt hervorzuheben, erinnert daran, dass selbst für Sportbegeisterte weltmeisterliche Trainingsbedingungen

vorherrschen.  „Es lässt sich in Calbe aber auch sehr gut wohnen“, betont der erste Mann der Stadt, „sei es nun in den

umfangreich sanierten Wohngebäuden mit viel Grün oder an Einzelstandorten, wo individuelle Architektur noch heute das

Bild bestimmt.“ So verwies er in diesem Zusammenhang auf das Stadtsanierungsprogramm des Landes Sachsen-Anhalt,

von dem Calbe bereits 1991 profitierte. Aber auch die Investitionen der vergangenen zehn Jahre sprechen für das Engagement

der Stadt. Nur einige Zahlen: Allein für die Altstadtsanierung, dazu gehören unter anderem die August-Bebel-Straße,

Wilhelm-Loewe-Straße und die Modernisierung des Rathauses, wurden mehr als neun Millionen Euro bereit gestellt.

1994/95 wurde zudem die Heger-Halle für 1,8 Millionen Euro modernisiert, allein in die Sanierung der alten Schlossbrücke

400000 Euro gesteckt. Doch die Fahrt über das Kopfsteinpflaster – Insider behaupten, keine Stadt in dieser Größenordnung

hat mehr gepflasterte Straßen als Calbe –holt den Bürgermeister wieder auf den Boden der Tatsachen zurück, wird ihm

bewusst, dass die Stadtkassen auf lange Zeit leer sind und bleiben. Dennoch hat sich die Stadt über die Jahre auch als

Wirtschaftsstandort einen Namen gemacht. Neben traditionsreichem Handwerk haben sich zahlreiche mittelständische

Unternehmen unterschiedlicher Branchen an den drei Gewerbestandorten in unmittelbarer Nähe zur Autobahn A14

angesiedelt. Während der „Besichtigungstour“ führt uns der Weg schließlich noch zum Wartenberg mit seinem Bismarckturm.

Spätestens zu diesem Zeitpunkt wird deutlich, will man sich Calbe erschließen, sollte man sich schon etwas mehr Zeit

mitbringen. „Und es ist wahrlich keine verlorene Zeit“, wie Hans-Peter Zunder abschließend glaubhaft versichert.

 

Am 10. April 2009 verstarb Hans-Peter Zunder im Alter von 60 Jahren.

 


 

 

Rast am Wartenberg

       

 

       

  Wer gut zu Fuß ist und nach Calbe kommt, der sollte auch den

  Wartenberg bestiegen  haben. Zum einen hat er nur eine Höhe von

  121 Metern. Hat man den Gipfel erreicht, bietet er zum anderen vom

  Bismarckturm aus einen gigantischen Blick nicht selten bis zum

  Brocken. Die Endmoräne wurde mit viel Elan ausgebaut.      
  Durch einen rührigen Verschönerungsverein wurden schon um 1900

  im Bereich der verlassenen Sand-und Kiesgruben, Bäume und

  Sträucher gepflanzt sowie Wege angelegt. Nach der Eröffnung des

  Bismarckturmes im Jahr 1904 nahm der Besucherstrom stetig zu.

  Zum Turm ist zu sagen, dass er an der höchsten Stelle des

  Wartenberges errichtet wurde. Baumeister Bielitz aus Nienburg

  hatte ihn entworfen und gebaut. Er ist 30 Meter hoch und hat im

  unteren Teil eine Mauerstärke von zwei und einen Durchmesser

  von 12 Metern. 1960 schließlich wurde eine Gaststätte gebaut,

was folgte waren der Bau eines Bärenzwingers und eines Tiergeheges. Eine alte Blockhütte, die dem Verfall preisgegeben

war, wurde Dank der ehrgeizigen Pläne des ehemaligen Bürgermeisters Hans-Peter Zunder grundhaft saniert.


 

 


Flyer Bismarckturm Calbe

 

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